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Salzkammergut
Mai 2003
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Für das verlängerte Wochenende zu Christi Himmelfahrt 2003 hatten wir
eigentlich eine viertägige Ausfahrt geplant.
In Wahrheit kam alles ganz anders und das nur, weil der Wetterbericht
ausnahmsweise recht behalten hat.
Eine Stunde vor der geplanten Abfahrt um 0900 hat es sich bei uns in
Kaltenleutgeben ordentlich eingeregnet. Die Konsultation der
Wetterpanoramabilder im Fernsehen verhieß auch nichts gutes, und so haben wir
unsere Abfahrt auf den nächsten Tag, Freitag, 30.5. verschoben.
Freitag, 30.5.2003
Da hat das Wetter aber dann wirklich gepasst und bereits um 0815 haben wir
einen schnellen Start Richtung Westen hingelegt.
Kaltenleutgeben, Gerichtsberg, Traisen, Mariazell (vorbei an der Einfahrt zum
Erlaufboden, wo wir erst eine Woche vorher unsere Wanderung durch die
Ötschergräben gestartet haben), Wildalpen (schön wie immer) Altenmarkt (und
ab da hängt einem die Strecke nicht mehr zum Hals raus, weil sie eben nicht zu
den allzu häufig befahrenen Straßen gehört). Von Altenmarkt über den
Hengstpass der ist - zumindest beim ersten Mal – sehr schön zu
befahren, nach Windischgarsten, wo wir bei zwei Suppentöpfen, von denen jeweils
einer zur Sättigung von uns beiden gereicht hätte, Mittagspause machen. Dann
ein kurzer Abstecher nach Hinterstoder und entlang der Steyr (seeeeehr schön)
zur B138, auf ebendieser dann bis Micheldorf und dort links ab nach Gmunden.
Kurze Pause in Traunkirchen und dann wieder zurück nach Altmünster und über
Neukirchen (der Suzukist vor mir vergisst dabei kurz ,dass sein Mädel auf der
125er Varadero [peinliches Gerät – das Motorrad, nicht das Mädel] noch
hinter ihm fährt, als er mich in seinem Rückspiegel gewärtigt, was ihn jedoch
nicht vor der Vollstreckung bewahrte) nach Steinbach am Attersee.
Dort links nach Weißenbach, Mühlleiten und Scharfling am Mondsee. Da die
Verbindung Wiesenau – Scharfling gesperrt ist, genehmigen wir uns mehr oder
weniger freiwillig eine Mondseerunde. Über St. Gilgen am Wolfgangsee (da sind
wir nur vorbeigefahren) fahren wir nach Fuschl am See und finden ziemlich rasch
ein Zimmer mit Seeblick
in einem Hotel direkt am See. Nach einem Manöverbier, einigen Shortmessages und
einem gepflegten Abendessen im direkt am See gelegenen Gastgarten genießen wir
noch die Sonne auf unserem Balkon. Bis zum Sonnenuntergang höre ich noch „Dark
Side Of The Moon„ im MP3-Player. Der Sonnenuntergang war echt kitschig, ewige
Worte:
And you run and you run to catch up to the sun, but it's sinking,
And racing around to come up behind you again
The sun is the same in a relative way, but you're older,
Shorter of breath and one day closer to death.
Einfach genial.
Aja, da war doch noch der Wetterbericht, der für den folgenden Samstag von
schweren Gewittern fabulierte. Na was die sagen, usw...
Und so planen wir für den Samstag noch eine Runde um die Seen (wenn ich den
See seh, brauch ich kein Meer mehr) und dann Obertauern, Turrach, Laßnitz und
fakultativ die Übernachtung in Murau.
435 km.
Samstag, 31.5.2003
Das Wetter in der Früh ist wirklich traumhaft und um 0845 legen wir ab: St.
Gilgen am Wolfgangsee (da sind wir dann stehen geblieben), Bad Ischl (wo wir
ewig die Kaiservilla suchen, die wir dann doch nicht besichtigen - wir wollen
für ein paar Fotos einfach keinen Eintritt bezahlen), Bad Goisern,
Hallstättersee, Fotopause in Hallstatt. Dann retour und gleich links ab über
den Pass Gschütt, vor Abtenau über Annaberg (im Lammertal) auf die Salzburger
Dolomitenstraße, Radstadt nach Obertauern. Dort habe ich seinerzeit beim
Schulschikurs Schifahren gelernt. Einquartiert waren wir damals im
Schaidberghaus. Das schaut noch immer so aus, wie 1976/77! Der Ort selbst ist,
naja ...
Richtung Süden schaut es schon ziemlich schwarz aus und als wir unten ankommen,
beginnt es heftig zu regnen. Gemeinsam mit einem Harley-Treiber ziehen wir uns
die Ganzkörperkondome über und weiter geht's im Regen Richtung Tamsweg. Der
Regen begleitet uns nicht lange, aber als wir ins Murtal einfahren und zur
Turrach blicken, blitzt es dort schon heftig. So entscheiden wir bei Predlitz
gerade weiter zu fahren, machen Mittagspause in Murau und beschließen Richtung
Gaberl aufzubrechen. Ab Scheifling begraben wir aber auch diesen Plan, nachdem
wir uns 10 Minuten eine Brücke von unten angeschaut haben, fahren wir trotz des
Hagelunwetters weiter, es hagelt wie wild, das FID (Fahrer-Informations-Display)
meiner Kuh zeigt auf der Temperaturanzeige statt der 5 Striche (übliche
Betriebstemperatur) nur 2 Striche!
Die Abzweigung zum Gaberl lassen wir rechts liegen und fahren direkt auf die S36
auf, Kurs: Heimat.
Der Regen hört wenigstens bald auf, aber den Plan wenigstens über den Seeberg
oder Pogusch heimzufahren geben wir angesichts der schwarzen Wolken auch auf. Ab
Wr. Neustadt wird es extrem warm, hier im Osten hat es noch überhaupt nicht
geregnet und so soll es auch bis zum Abend bleiben.
Fazit: Pech gehabt (drei Hagelschauer, unzählige Regengüsse), aber die Gegend
ist ja nicht aus der Welt. Nächster Versuch folgt.
478 km
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