Kontrollprogramm
für alle fernsteuerbaren
KENWOOD Transceiver
und Receiver

KENCOM, Version 2.06
OE3ARC

1. Einleitung

Das Programm KENCOM ermöglicht die Steuerung aller Kenwood Transceiver und Receiver über die serielle Schnittstelle eines IBM kompatiblen PC's.

Die Bedienung der SAA-Oberfläche kann durch Maus oder Tastatur erfolgen.

In der ersten Bildschirmzeile ist zu jeder Zeit das Hauptmenü sichtbar, in der letzten Zeile immer ein zum entsprechenden Kontext passender Kurztext.

Durch Drücken der Taste F1 können Sie jederzeit Hilfe anfordern.

Mit der Tastenkombination Alt-H C, erhalten Sie ein Helpmenü.

1.1 Hardwarevoraussetzungen

IBM (oder kompatibler) PC, XT oder AT mit mindestens einem Laufwerk, mindestens einer seriellen Schnittstelle (bei Mausbedienung mindestens zwei ser. Schnittstellen), mindestens 512kB Hauptspeicher.

Verbindungskabel zwischen Rechner und Transceiver. (Entsprechende Verdrahtungshinweise sind im Kapitel 'Technisches' zu finden.)

Es werden alle gängigen Videoadapter erkannt und unterstützt (nur Textmodus).

1.2 Softwarevoraussetzungen

MS-DOS ab Version 3.00, KENCOM.

1.3 Installation des Programmes

Es empfiehlt sich, ein eigenes Subdirectory für KENCOM anzulegen (z.B. auf Laufwerk C:\KENCOM). Dorthin kopiert man alle Files, die auf der Diskette geliefert werden. Das Programm sucht alle für den Betrieb notwendigen Files in dem Directory aus dem das Programm gestartet wurde und dannach im aktuellen Verzeichnis.

2. Bedienung

2.1 Programmaufruf

Beim Aufruf des Programmes können folgende Schalter und Argumente gesetzt werden:

-s Demomodus, simuliert eine Verbindung zum Transceiver, erfordert kein angeschlossenes Gerät. (Angabe von -p nicht erforderlich!)

-p i i gibt die Nummer der zu verwendenden seriellen Schnittstelle des PCs an (1-4).

-i i i gibt die Nummer des zu verwendenden IRQs der seriellen Schnittstelle an. Nur erforderlich, wenn nicht der Standard IRQ zu verwenden ist.

-b i zu verwendende Baudrate für die serielle Schnittstelle, voreingestellt ist 4800 Baud.

-c s zu verwendende Farbpalette, falls nicht die Standardpalette der erkannten Grafikkarte verwendet werden soll. (z.B. empfiehlt es sich, auf LCD Bildschirmen die monochromatische Palette zu verwenden.)

s: Palette:

c Color

b Black & White

m Monochrom

Wird nach diesen Schaltern der Name einer Memorydatei angegeben, so wird diese Datei nach dem Programmstart in den Transceiver geladen.

Beispiel:

KENCOM -p2 -cm SWL

Startet KENCOM unter der Verwendung von COM2, mit monchromatischer Farbpalette und lädt das Memoryfile SWL.MEM in den Transceiver.

Um die bevorzugte Schnittstelle nicht jedesmal eintippen zu müssen, empfiehlt sich das Anlegen einer kurzen Batchdatei zum Aufruf von KENCOM.

Wenn der angeschlossene Transceiver nicht erkannt wird (weil z.B. die Verbindung unterbrochen oder der Transceiver nicht eingeschaltet ist), gibt das Programm eine entsprechende Fehlermeldung aus.

3. Technisches

3.1 Verbindung zwischen Transceiver und serieller Schnittstelle

TS-440:

Um die Schnittstelle des Transceivers zu aktivieren, ist es notwendig, zwei ICs in die dafür im Gerät vorgesehenen Sockeln einzusetzen.

Diese ICs sind bei Kenwood als Nachrüstsatz unter der Bezeichnung 'IC-10' erhältlich.

Es handelt sich dabei um einen UART-8251 sowie einen CMOS-4040.

Die Vorgangsweise für den Einbau ist der Betriebsanleitung des Transceivers zu entnehmen.

Nach dieser Installation liegen die Schnittstellensignale als TTL-Pegel an der Buchse ACC1.

Da die Spannungspegel der RS-232C Schnittstelle aber mit +/-15 Volt spezifiziert sind, wäre es nun notwendig, die TTL Signale (0/+5Volt) auf den notwendigen Pegel zu bringen.

Eine Möglichkeit dazu ist die Kenwood Computer-Schnittstelle IF-232C. Dies ist die wohl eleganteste, aber auch teuerste Lösung.

Eine andere Variante ist die Verwendung eines Spezial ICs mit der Bezeichnung MAX-232. Dieser IC erzeugt aus 5 Volt bei externer Beschaltung mit vier Kondensatoren einen Pegel von ca. +/-9 Volt, der für den Betrieb der Schnittstelle ausreichend ist.

Die Versorgungsspannung von +5V kann am Pin 6 der Buchse ACC1 abgenommen werden.

Die 'Amateurlösung':

Man verbindet einfach die TTL Schnittstelle des Transceivers mit der RS-232 Schnittstelle des Rechners.

Der +5 Volt Spannungspegel des Transceivers wird als high und 0 Volt als low erkannt.

Der CMOS-4040 im Transceiver verträgt die +/-15 Volt ohne Schaden zu nehmen.

Vorsichtshalber kann ein Vorwiderstand in die Leitungen eingefügt werden; die Line-Driver der Rechner-Schnittstelle sind aber hochohmig genug (und leben bei mir nun schon ein Jahr ohne Schaden genommen zu haben...).

Verbindungskabel zwischen Transceiver und Computer:

RXTX COM Port    
Buchse ACC1   9p 25p
Gnd 1 Gnd 5 7
TXD 2 RXD 2 3
RXD 3 TXD 3 2
RTS 5 CTS 8 5

Zur Aktivierung der Schnittstelle am TS-940 kann ich leider keine Erfahrungen vorweisen, ich denke aber, daß im Handbuch des Gerätes entsprechende Hinweise zu finden sind.

3.2 Verwendbare Schnittstellen, Hilfsprogramm PATCHCOM

KENCOM kann die Schnittstellen von COM1 bis COM4 bedienen, wobei COM1/COM3 und COM2/COM4 jeweils die selbe Interruptleitung verwenden.

Da der verwendete serielle Treiber die Basisaddresse der IO-Karte an der dafür im BIOS-Variablenbereich des PC vorgesehenen Stelle erwartet, die meisten PC's diese aber dort nicht eintragen, habe ich ein kleines Hilfsprogramm geschrieben welches diese Eintragungen vornimmt. Nach Aufruf von PATCHCOM erhalten Sie Hilfe über die Verwendung dieses Programmes. (Es empfiehlt sich den Aufruf dieses Programmes aus der AUTOEXEC.BAT vorzunehmen, das Programm selbst terminiert nach erfolgter Eintragung der Basisaddressen OHNE Speicher zu belegen.)

3.3 Einstellen der Bandgrenzen und Funktionen für neue Transceiver

Das Programm überprüft beim Start, welches Kenwood Modell an der seriellen Schnittstelle angeschlossen ist.

Soferne das angeschlossene Modell im File 'KENCOM.ID' angeführt ist, werden die in diesem File eingetragenen Spezifikationen zur Überprüfung sämtlicher Eingaben herangezogen.

Beispiel eines Eintrages in 'KENCOM.ID':

ID004

Name = TS-440
MinRxFreq = 30 kHz
MaxRxFreq = 30 MHz
MemCh = 100
SplitBegin = 90
NrOfSplit = 10
MemBanks = 1
MaxModes = 6
RitDev = 1280
SMeter
Filter

Dabei bedeutet

ID004: Der String der vom Modell als Reaktion auf das Kommando 'ID' zuruückgeliefert wird.

Name: Die Bezeichnung des Modells, wird als Titel des Infofensters verwendet

MinRxFreq: Kleinste Empfangsfrequenz

MaxRxFreq: Größte Empfangsfrequenz

Alle Frequenzen können in GHz, MHz, kHz (default) oder Hz angegeben werden. Dabei genügt die Angabe des ersten Buchstabens (g,m,k,h).

MemCh: Anzahl der vorhandenen Frequenzspeicherplätze

SplitBegin: Nr. des ersten Splitspeichers.

NrOfSplit: Anzahl der Splitspeicher.

MemBanks: Anzahl der vorhandenen Speicherbänke für Frequenzen, dieser Parameter ist derzeit nur beim TS-940 erforderlich, um die bei diesem Gerät in vier Bänken angeordneten Speicher linear (0-39) ansprechen zu können.

Delay: Dieser Parameter ist ebenfalls nur beim TS-940 erforderlich und gibt jene Zeit (in Millsekunden) an, die zwischen zwei Kommandos an den Transceiver verstreichen muß damit dessen Eingangspuffer nicht überläuft. (Schande über den Entwickler der TS-940 Firmware)

MaxModes: Gibt die Anzahl der möglichen Modi an. Falls Ihr Transceiver CW-near unterstützt, sollte dieser Parameter auf '7' eingestellt werden.

RitDev: Gibt die maximal mögliche Ritfrequenz in Hertz (+/-) an. Defaulteinstellung ist 1280, für Geräte ohne Rit (R-5000) ist hier 0 einzutragen.

SMeter Zeigt an, daß der angeschlossene Transceiver die Möglichkeit der S-Meter Abfrage bereitstellt.

Filter Zeigt an, daß der angeschlossene Transceiver die Möglichkeit der Filtereinstellung bereitstellt.

SplitToggle Zeigt an, daß der angeschlossene Transceiver die Möglichkeit des Splitbetriebes nur für Vfos bereitstellt.

Nach diesem Muster können Modelle die noch nicht in diesem File eingetragen sind, mit einem beliebigen Texteditor hinzugefügt werden.

Zeilen die mit '*' beginnen, sowie Leerzeilen werden ignoriert.

Bitte leiten Sie alle noch nicht im mitgelieferten Spezifikationsfile enthaltenen Daten an mich weiter, um es mir zu ermöglichen, zukünftig die aktuellen Daten auszuliefern.

4. Registrierung und Verwendung von KENCOM

4.1 Nutzungserlaubnis

KENCOM Version 2.0 ist KEIN "public domain" Programm. Der Autor behält das Urheberrecht sowie alle anderen Rechte.

Es ist nicht gestattet

- das Programm in irgendeiner Weise zu verändern

- es ohne die zugehörigen Dateien weiterzugeben

- für die Weitergabe irgendwelche Gebühren zu verrechnen.

Unter Beachtung dieser Einschränkungen darf die unregistrierte Version 2.0 von KENCOM für nicht-kommerzielle Zwecke beliebig oft benutzt, kopiert und weitergegeben werden.

4.2 Registrierung

Sollten Sie an KENCOM Gefallen finden, so sendet der Autor gegen Einsendung

des ausgefüllten Registrierungsformulars (siehe Menüpunkt Register im Systemmenü) und Entrichtung einer Gebühr von ATS 200,- oder DM 30,- Ihnen umgehend eine auf Ihr Rufzeichen, bzw. Ihren Namen registrierte Voll-Version von KENCOM zu.

Diese registrierte Version von KENCOM darf NUR VON DER BEI PROGRAMMSTART ANGEZEIGTEN PERSON verwendet werden, eine WEITERGABE des registrierten Programmes ist ausdrücklich UNTERSAGT.

Bitte beachten Sie, daß nur registrierte Benutzer Unterstützung bei Fragen

und Problemen von Seiten des Autors erhalten.

Registrierte Benutzer erhalten weitere registrierte Updates (nach eventueller Fehlerbeseitigung) gegen Zusendung von SASE und Diskette ohne weitere Gebührenentrichtung.

4.3 Haftungsausschluss

Der Autor gibt keinerlei Gewährleistung für Funktion oder Fehlerfreiheit des Programms und haftet in keinem Fall für direkte oder indirekte Schäden, insbesondere Datenverlust, Geräteschäden oder Verdienstausfall, die durch Übertragungsfehler, Fehlfunktion des Programms oder Bedienungsfehler verursacht werden.
Anmerkungen, Vorschläge und Fehlermeldungen sind jederzeit willkommen.

73 es 55 de Andy

OE3ARC


5. Ansicht der KENCOM Oberfläche

Infoscreen

Normale Infoanzeige

Menuscreen

SAA Menü

Frequencydialog

Frequenzeingabe

Memoryscreen

Speicherverwaltung


Download der unregistrierten Testversion von KENCOM (181kB)



This page was last updated on: 22.01.2002