Bergsteigen in Südtirol, Venedig

6.8. - 13.8.2002

1. Tag, Montag 5.8.2002 - Anfahrt zum Baden

Aufgrund der schlechten Wetterprognosen für unser Zielgebiet - Südtirol - beschließen wir, als erste Destination eine Therme im Burgenland anzusteuern. Erste Recherchen im Internet führen uns direkt nach Bad Tatzmannsdorf wo wir uns gegen 1600 am kürzlich neu eröffneten Thermen Campingplatz in Oberschützen niederlassen um die Sonne, die Sauna und den Whirlpool zu genießen. Der Platz wurde uns von einem Bekannten empfohlen und auch wir können die schöne Anlage und das freundliche Personal nur weiterempfehlen. (Es wird sich, wie wir erst später feststellen werden, um das angenehmste Campingerlebnis in diesem Urlaub handeln.)

Läppische 123 km übrigens.

2. Tag, Dienstag 6.8.2002 - Abwettern

Grenzstation WolotschiskDer Himmel gibt sich bedeckt, was perfekt zum geplanten Badetag passt. Vom Campingplatz legen wir die 300m bis zur Therme zu Fuß zurück und entspannen uns den ganzen Tag im Thermalwasser und in der Sauna um am Abend natürlich angenehm müde den Rückweg zum Campingplatz anzutreten. Das geplante Abendessen im am Weg liegenden Lokal verschieben wir aufgrund der aus dem am Weg liegenden Lokal dröhnenden lauten, in lebendiger Form dargebrachten, volkstümlichen Musik ins Campingplatzrestaurant. Eine absolut richtige Entscheidung, wie sich gleich herausstellen wird. Die Speisekarte, die Präsentation derselben und das Personal lassen auch bei uns keine Wünsche offen. Die Weinkarte bietet eine sehr große Auswahl teilweise großer Namen, da können sich viele Lokale der Bundeshauptstadt eine große Scheibe abschneiden. Andrea entscheidet sich für hiesige Kreszenzen, die auch in unserem Weinkeller zu finden sind (Weingut Nehrer), ich gleiche meinen in der Sauna erlittenen Mineralstoffverlust mit Gerstensaft aus.
 

3. Tag, Mittwoch 7.8.2002 - Kurs Südtirol

Um 1000 legen wir bei mäßig gutem Wetter Richtung Südtirol ab, bestaunen die Bauarbeiten auf der Südautobahn kurz nach Graz; es scheint schön langsam eine echte Autobahn aus der Straße zu werden. Vereinzelt sichten wir nach lächerlichen 30 Jahren Bauzeit bereits sogar separate Tunnelröhren für den Gegenverkehr. Fertig sind sie noch nicht, aber immerhin wird schon daran gebaut. Nach dem obligaten Grillhendl vom Hendlbrater in Lienz stechen wir durch's Pustertal bis nach St. Kassian vor und beziehen auf dem prall gefüllten Campingplatz Sas Dlacia einen suboptimalen Stellplatz.


Drei Zinnenblick, kurz vorm Dürrensee


Falzarego, Blick zum Averau

492 km

4. Tag, Donnerstag 8.8.2002 - Zum Eingehen

Cunturinesspitzen vom Campingplatz Sas Dlacia

Das Wetter schaut recht brauchbar aus und so machen wir zum Eingehen die erste Tour. Um 1000 fahren wir das kurze Stück auf den Falzarego und von dort mit der Seilbahn auf den Monte Lagazuoi (2728m). Dann steigen wir hinunter zum Lago di Lagazuoi um dann rechts ab wieder hinauf zum Bivacco della Chiesa (2652m) zu steigen wo wir nach ca. eineinhalb Stunden unsere Mittagspause halten.

Der Abstieg gestaltet sich recht abenteuerlich und anstrengend, wir steigen durch die unterirdischen Tunnel des kleinen Lagazuoi ab, die im ersten Weltkrieg angelegt wurden. Mit einer großen Sprengladung wurde sogar die Spitze des Berges gesprengt, zahlreiche Schautafeln erklären all diesen Irrsinn entlang des Weges bis zur Talstation. Gutes Schuhwerk, Handschuhe und eine Taschenlampe sind für die Begehung dieser Tunnel übrigens Voraussetzung!

Der Aufstieg:

Der Abstieg:

Gegen 1630 sind wir wieder beim Auto angelangt und nach einem Manöverschluck fahren wir wieder auf den Campingplatz der sich in der Hochsaison durch Belegung bis zum letzten Platz und viel zu wenig Duschen auszeichnet.

20km

5. Tag, Freitag 9.8.2002 - Ruhetag

Nach der gestrigen Tour sind zwei Drittel der Mann- und Frauschaft sowieso zu erschöpft für weitere Unternehmungen und außerdem regnet es fast den ganzen Tag. Wir vertreiben die Zeit mit Schlafen, Essen und Lesen. Am Abend machen wir einen kleinen Spaziergang ans Ende des Val di Fanes, das gleich neben dem Campingplatz liegt. Eineinhalb Stunden sinds auch geworden.


This page was last updated on: 06.10.2002