23.Tag, Donnerstag, 26. Juli 2001Nix haben wir gehört, weil es saumäßig schlecht funktioniert hat. Für 2200 waren wir für’s 20m Band einfach zu nahe. Dabei habe ich vor großem Publikum die Antenne aufgebaut. Baumkletteraktion mit abbrechendem Ast und dergl. Ein Deutscher (der eine Elchmütze trägt – sic!) fragt mich, ob das eine Amateurfunkantenne sei. Ich bejahe und frage im Gegenzug, ob er eine Wette verloren hätte, weil er freiwillig das Elchhauberl trägt. Er lacht nur, möglicherweise hatte er noch heimatliches (=billiges) Bier und sich daran heftig vergriffen. Der Campingplatz "Preikestolen" ist übrigens sehr zu empfehlen. Ebenes Gelände, fast überall Strom und Wasser.
Wir fahren gegen 1100 ab und wollen vor der Fährüberfahrt noch das Südkap Norwegens (bei Lyndesnes) besuchen. Gegen 1700 sind wir dort und trauen unseren Augen nicht, als wir vor einer Absperrung stehen, die wir erst nach Entrichten von Teppensteuer Richtung Leuchtturmes passieren dürften. Wir verzichten schon aus Prinzip und auch weil wir ja am Nordkap schon genug geblecht haben und erwähnen diese Abkassiererei hiermit negativ in unserem Bericht.
Wir beschließen nach einer Pause von zwei Stunden gleich zur Fähre nach Kristiansand zu fahren und wollen dort die Zeit bis 0100 mit Ausruhen verbringen. Die telefonische Reservierung hat wunderbar geklappt und es wurde auch schon für unseren Fährtermin eine Spur geöffnet, sodass wir uns dort einparken können, obwohl noch nicht einmal die 2145 Fähre angelegt hat! Wir essen zu Abend (heute nur Dosenfutter), ich lese die letzten Seiten des "Focaultschen Pendels" (hat mir wirklich gut gefallen) und wir legen uns gegen 2200 nieder. Beim Einlaufen unserer Fähre um 0000 werde ich munter und nach länger dauernder Verladung (da passen verdammt viel Autos rauf!) legt die Fähre kurz nach 0100 ab. Geplante Ankunft in Hirtshals: 0630 Wir haben wieder was gelernt: 359km 24.Tag, Freitag, 27. Juli 2001Pünktlich um 0630 kommen wir in Hirtshals, Dänemark, an. Da wir sowieso nicht mehr schlafen können, fahren wir erstmals an den nördlichsten Zipfel Dänemarks, nach Skagen. Dort stoßen das Skagerag und das Kattegat zusammen, was sich in einem sehr netten Spiel der beiden Strömungen bemerkbar macht. Die Sonne lacht vom Himmel und so schießen wir ein paar Fotos:
Skagen
Dann fahren wir ein wenig kreuz und quer, um kurz vor 1500 bei Blåvands Huk in "Vejers Strand" zu campieren. Ein riesiger Campingplatz mitten in den Dünen. Als wir 1996 hier waren, war wesentlich weniger los. Am Strand herrscht reges Treiben, da man dort mit dem Auto zufahren kann, stehen entsprechend viele Fahrezeuge herum. Natürlich muss ein Bad in der Nordsee probiert werden. 20°, eher erfrischend aber ganz nett. Besonders fasziniert mich der endlos scheinende Sandstrand.
474km 25. Tag, Samstag, 28. Juli 2001Rückreise. Unsere Rückreise zusammen mit dem Urlauberschichtwechsel bringt ziemlichen Verkehr auf der Autobahn nach und in Deutschland. Wir stauen uns durch Hamburg, passieren ein paar Unfälle, besuchen eine Vertragswerkstätte des ADAC, weil die Kardanwelle schon wieder scheppert (ein zeitraubendes und sinnloses Unterfangen, aber ich mag jetzt nicht darüber schreiben) und übernachten schließlich bei einer Autobahnraststätte kurz vor Würzburg, deren Parkplatz durch einen Hügel so von der Autobahn abgeschottet ist, dass es ruhiger als auf so manchem Campingplatz ist. Nachdem wir uns kurz vor Mitternacht noch den Inhalt einiger Dosen (tw. gewärmt, tw. gekühlt) zugeführt haben, schlafen wir mit offenen Fenstern in absoluter Ruhelage. 931km 26. Tag, Sonntag, 29. Juli 2001Würzburg – Kaltenleutgeben auf der Autobahn. Öd. Ankunft daheim kurz vor 1600. 631km Insgesamt 11462km liegen hinter uns. In Norwegen kann man grundsätzlich überall mit Kreditkarte bezahlen außer an den Fähren von und nach den Lofoten (die dazu vergleichsweise lächerliche Mautgebühr für den Napstraumentunnel von NOK 65,- kann dafür sehr wohl mit Plastikgeld beglichen werden). Auch die meisten Campingplätze akzeptieren Kreditkarten. In den Supermärkten wird oftmals keine Master/Eurocard genommen, hier hilft Visa aus der Patsche. Die Tankstellendichte in Norwegen ist wesentlich höher als in Nordschweden, wo rechtzeitiges Tanken mindestens 100km vor Aufbrauchen des Dieselvorrates angezeigt war. Englisch wird in Norwegen fast überall verstanden, in Schweden überall. Das Mobiltelefon funktioniert hier wirklich fast überall. Die Norweger entsorgen ihr Gerümpel und speziell ihre alten Autos einfach irgendwo im Freien. In vielen Gärten stehen Autowracks herum. Irgendwie schade, das passt nicht in die Landschaft. In Schweden hingegen haben wir so etwas hingegen so gut wie nie gesehen. Auch die Häuser in Schweden machen irgendwie einen gepflegteren Eindruck. Subjektive Meinung halt.
Nach guten Tipps aus der newsgroup news:de.rec.reisen.camping haben wir folgende Straßenkarten mitgenommen die in Wien z.B. bei Morawa lagernd oder kurzfristig lieferbar sind: "Motormännens Sverige vägatlas (Vägatlas med stadskartor och
ortsregister)" Veiatlas Norge, Statens Kartverk |
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