Nordkap

4.7. - 29.7.2001

11. Tag, Samstag, 14.7.2001


Die Klippe füllt sich...


...mein Magen auch


Wir warten


Die Schatten sind schon lang


Mitternachtssonne!


Stimmung!

Die paar Fotos waren natürlich ein ganzer Haufen. Um 0030 ist das Spektakel vorbei, die Reisebusse füllen sich und die Wohnmobilisten verdrücken sich in ihre Behausungen. So auch wir, aber ein wenig Funkbetrieb muss noch sein. Bis kurz nach 0100 plaudern wir mit der Heimat. Die Signale sind aber um diese Uhrzeit schon relativ schwach. Am besten geht es unserer Erfahrung nach zwischen 2200 und 0000 Uhr. Wir machen die ganze Nacht mehr oder weniger kein Auge zu, da es draußen fürchterlich stürmt und unser Auto ständig durchgeschüttelt wird. Die Sonne brennt auch herein und tut das Übrige, um uns nicht zur Ruhe kommen zu lassen. Um 0800 stehen wir auf, gehen nochmals zur Klippe, es ist sonnig, aber noch immer stürmisch. Die Weltkugel gehört uns nun mehr oder weniger ganz alleine und es werden noch schnell ein paar Fotos gemacht.

Kurz nach 1000 fahren wir die endlose Straße wieder zurück, halten um 1215 irgendwo am Meer für eine Mittagspause und einen Mittagsschlaf.


Richtung Hammerfest


Richtung Hammerfest

Bis Hammerfest sind es noch ca. 100km, weiter wollen wir heute nicht mehr. Wir sind ziemlich erledigt. Die Brücke über den Kvalsund wird bezwungen und nach weiteren 30km kommen wir in Hammerfest an.


Kvalsundbrücke

Hammerfest, die nördlichste Stadt der Welt. Einmal muss man natürlich auch hier gewesen sein. Die Stadt ist aber wirklich schön und außerdem wird man nicht so geschröpft wie am Nordkap. Aber auch dort muss man einmal, und wirklich nur einmal, gewesen sein.
Kurz nach 1600 beziehen wir einen Platz direkt am See auf dem relativ kleinen Campingplatz, der absolut ruhig, ca. 1.5km vom Zentrum der Stadt entfernt liegt. Heute ist es mir aber eh egal, ich werde in jedem Fall gut schlafen.
Jetzt werde ich ein Abendessen kochen - Champignonschnitzel mit Reis, frischer Fisch und Kapern waren leider nicht zu bekommen und so wird aus dem geplanten Fisch mit Tomaten-Kapernbutter nach Gerer leider nichts. Aber das holen wir sicher noch nach.
Um 2030 liegen wir in kurzen Hosen und Leiberl neben dem Auto, direkt an dem kleinen See in der (nicht) untergehenden Sonne und lesen. Immer noch 20°. In Hammerfest, der nördlichsten Stadt der Welt.

Zwischenstand: Bis jetzt haben wir 650 digitale Bilder gemacht und sind eineinhalb Wochen unterwegs. Für die Rückfahrt veranschlagen wir derzeit zweieinhalb Wochen, aber wir sind ja nicht in Zeitdruck.

Billy Joel - Best Of
262km, wenig heute, aber genug

12. Tag, Sonntag, 15. Juli 2001

Heute wird gut und lange geschlafen. Erst um 0900 erheben wir uns. Bis vor wenigen Minuten hat es geregnet, die Temperatur ist auch eher frisch: 12°. Wenn man bedenkt, dass wir gestern Abend noch in kurzen Hosen in der Sonne gelegen sind. Naja, so haben wir’s eigentlich ohnehin erwartet. Gegen 1100 fahren wir los, begehen noch schnell den Hammerfest-Panoramaweg, der grundsätzlich eine schöne Aussicht auf die Stadt bietet. Wegen des wiedereinsetzenden Regens ist die Fernsicht halt etwas eingeschränkt. Die weiße, langhaarige Katze, die immer wieder bei uns Schutz vor dem Regen sucht und uns vom Aussichtspunkt bis zum Auto hinunter begleitet laden wir nicht ein, obwohl sie uns allen sehr gefallen hat und uns auch sehr zugetan war. Wir fahren zurück bis Skaidi und biegen dort auf die E6 ein.


Hammerfest - die Stadt


Hammerfest - die nasse Katze

Über die Hochfläche des Repparfjordelva und den Stokkedalen fahren wir (bei immer wieder einsetzendem Regen) nach Alta. Dort machen wir einen kurzen und sinnlosen Abstecher nach Gargia, fahren wieder zurück nach Alta und weiter auf der E6. Die beiden Wohnmobile mit Judenburger Kennzeichen haben offensichtlich den gleichen Reiseführer wie wir, sie begegnen uns auf der Strecke nach Gargia.

Im Altafjord und im Langfjord machen wir die ersten Fjordfotos.Die Sonne ist uns dabei gnädig und blinzelt schon wieder leicht zwischen den Wolken hervor. Wir halten uns auf der E6 bis Karvika, wo wir links zum Kvænangen Návuotna einbiegen, um einen Übernachtungsplatz zu finden. 


Die ersten Fjorde...


...immerhin regnet es nicht mehr

Beim Wasserfall von Navit sehen wir abseits der Straße einen Platz, der von einheimischen Fahrzeugen belegt ist, deren Insassen sich unten beim Wasserfall die Zeit mit Fischen vertreiben. Genau da parken wir uns ein und haben eine herrliche Aussicht auf den Fjord. Um 2000 sind alle Fischer verschwunden und der Platz gehört uns ganz alleine. Ziemlich viele Gelsen lauern draußen vorm Fahrzeug und auch die Einheimischen hatten fast alle seltsam anmutende Gelsenschutzhüte auf. Materialschlacht eben. 12° Grad hat es hier am Abend, schon etwas frisch und tagsüber mussten wir zum ersten mal (!) die Heizung aufdrehen. Aber bitte, kein Wunder, hier tankt man an der Tankstelle ja auch "Polar Diesel"...


Kvænangen


Wasserfall Navit am Kvænangen


Boot am Kvænangen


Abendstimmung am Kvænangen

Eagles, Hell freezes over, mit der herrlichen live Fassung von "Hotel California"
335km


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