1. Tag Mittwoch, 4.7.2001Nach relativ hektischer Einpackerei am Vortag fahren wir letzendlich um 0900 ab. Über die Westautobahn, Passau usw. geht es über die deutschen Autobahnen Richtung Norden. Das ist echt lähmend. Andrea löst mich immer wieder für einige Stunden ab, sonst würde ich das nicht packen. Irgendwo zwischen Hamburg und Lübeck duschen wir an einer Autobahnraststätte (der Meister hinter der Budel betont, dass er ausschließlich "Teutsche" Mark zum Duschen akzeptiert, ein Mitbezahlen mit der Spritrechnung mit Eurocard kommt nicht in Frage. Wir finden noch Märker und duschen zur Strafe alle drei zum Preis von einem. So schaut’s aus, preußischer Freund) und steuern anschließend einen Parkplatz kurz vor Fehmarn an. 2305, es ist noch immer dämmerig, wir haben Blick auf die Ostsee, der Übernachtungsplatz direkt an der Straße ist gar nicht schlecht. Eine Menge anderer Wohnmobile steht ebenfalls dort. Passt. 1287km, reicht für einen Tag, aber da muss man einfach durch. 2. Tag, Donnerstag, 5.7.2001Abfahrt um 0700. Nach Puttgarden ist es nur ein kurzes Stück, wir wollen vor dem Verladen auf die Fähre unser Frühstück einnehmen, kommen aber nicht dazu, da die Verladung schon nach wenigen Minuten beginnt.
Nach Stockholm sind es laut Motormännens Sverige vägatlas noch 560km, das ist uns zu viel, wir beschließen nur bis zum Vätternsee zu fahren und stationieren uns auf dem Campinplatz in Vadstena, auf dem wir 1996 bei der Heimreise schon direkt am See übernachtet haben. Diesmal ist er ziemlich voll und die erste Reihe - direkt am See - natürlich besetzt. Gegen 2300 verschwindet die Sonnenkugel endlich hinter dem Horizont, was wir vom Seeufer aus beobachten. Erst um diese Zeit denkt man hier schön langsam ans zu Bett gehen, wir haben von der Hitze auch genug. Immerhin waren wir zweimal im See schwimmen, dessen Wassertemperatur ziemlich angenehm ist, wesentlich wärmer als damals. Von wegen kühler Norden...
Bryan Adams - Unplugged 3. Tag, Freitag, 6.7.2001Nach angenehmem Schlaf schaffen wir ein Ablegen schon um 0950 und steuern
unser nächstes Ziel, Stockholm, an. Kühler Norden. Pah, wir schwitzen wie in der Sauna bis wir
endlich in Västerås ankommen, wo wir am Campingplatz übernachten
wollten. Schon bei der Anfahrt sehen wir jede Menge amerikanischer Straßenschlitten,
deren Besatzungen aus ziemlich alkoholisierten jungen Männern besteht. Ein Großteil
biegt auf den von uns ausgesuchten Campingplatz ein, was uns zu einer sofortigen
Umkehr bewegt. Der nächste Platz in Halstahammer ist auch zum Bersten gefüllt
und den Platz außerhalb, direkt an der Straße, lehnen wir nach einer kurzen
Besichtigung dankend ab. Den Campingplatz bräuchten wir eigentlich nur um zum
Duschen! Midnight Oil - Diesel and Dust (Der Name ist Programm) 4. Tag, Samstag 7.7.2001In der Nacht werde ich jeweils um 2, 4 und 6 Uhr munter. Es ist immer gleich
hell. Irgendwie lässig. Aus dem Gemüse geht es nach einem Frühstück nach
Falun, wo wir das Kupferbergwerk besichtigen. 5° Grad hat es unter Tag. Eine
Stunde lang ziemlich angenehm. Aus Falun kommt übrigens die schöne rote
Schwedenfarbe, mit der hier mindestens jedes zweite Haus gestrichen ist.
3 Doors Down |
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