8. Tag: Freitag, 1.9. - Mont Blanc-Blick und Klick für die Postkarte
Wir beschließen, für die Mittagspause einen Abstecher auf einer im Plan unbedeutend aussehenden Straße nach Nordosten, in Richtung Le Planay zu machen. Die Fahrt hinauf zieht sich irgendwie wie der oft zitierte Strudelteig. Die Aussicht ist zwar schön und hin und wieder lugen auch weiße Spitzen über die grünen Hügel, trotz allem frage ich mich, ob wir nur für eine Mittagspause so weit rauf sollen. Irgendwann sehen wir einen Wegweiser zum Col du Joly und folgen dieser Straße, die nicht mehr in unserem Plan zu finden ist. Egal, wir geben nicht auf und schrauben uns die Kehren hinauf. Oben angelangt, sehen wir, dass die Geduld nicht umsonst war: Wir haben absolut freien Klick ääh Blick auf die Westseite des Mont Blanc Massivs, noch dazu ist der Himmel strahlend blau. Es ist ein-fach ir-re. Klick. Klick. Klick. Klick. Klick. Klick. Klick. Klick. Klick. Klick.
Der Mont Blanc ist mit 4807m der höchste Berg Europas, wer's nicht weiß. Und wir sitzen davor und essen Prosciutto, Käse, Oliven und eine Flute, so heißt das überdimensionierte Baguette. Super! Ich lasse meine Freunde über SMS an unserer Mittagspause teilhaben und verschicke einige Mittagsgrüße quasi vom Mont Blanc. Die erste Antwort auf mein "Mittagspause mit Blick auf den Mont Blanc und blauem Himmel" kommt von Michael: "Mahlzeit aus der U1". Der war gut. Ein paar Panormaklicks mit und ohne Stativ. Klick. Klick. Klick. Die Kamera muss an den Laptop. Die Akkus müssen ans Ladegerät, das Ladegerät muss an den Netzwandler. Habe ich schon erwähnt, dass das Panorama toll war? Nein? Das Panorama war toll! Und so schaut's aus:
Nach der Klickerei fahren wir weiter bzw. wieder runter und dann über den Col des Saisies (1633m - unspektakulär), Chard du Beurre nach Megève und über St. Gervais (kein Käse!) bis Chamonix. Kurz vor Chamonix halten wir, um die Gletscherzungen zu fotografieren, die hier bis (na gut, ein wenig übertrieben - fast ) an die Straße reichen. In Chamonix campieren und grillen wir. Es ist unser letzter Tag, morgen muss Heimatkurs angelegt werden. Zumindest bei uns, Eva und Andi haben noch eine Woche Urlaub.
Bei Schönwetter möchten wir noch mal den Gr. St. Bernhard befahren, um noch ein paar Mal Klick zu machen und ein wenig mehr als Nebel zu sehen und dann über Aosta, Turin usw. über Süden heimwärts zu ziehen, bei schlechterem Wetter werden wir über Genf und Zürich die Nordroute über Vorarlberg nehmen. Mal sehen. Jetzt konzentrieren wir uns auf die Aufgaben, die unmittelbar vor uns liegen: Den Griller Neil Young - "unplugged" 9. Tag: Samstag, 2.9. - AutobahnTagwache um 07.00. Wir haben, was wir in dem Augenblick noch nicht so genau wissen, 1185km vor uns. Nachdem das Wetter nicht sooo übel aussieht, beschließen wir, über den Gr. St. Bernhard und dann über Italien die Heimreise anzutreten. Kurz nach acht Uhr fahren wir los, besorgen noch schnell ein superfrisches Baguette und cinque croissants für das nächste Frühstück und fahren dann Richtung Martigny und zum zweiten Mal innherhalb dieser Woche den Gr. St. Bernhard hinauf.
Abschiedsfotos vom Großen St. Bernhard Gut. In Aosta fahren wir gegen 11.00 auf die Autobahn auf und ich nehme den Ziegelstein erst um 23.00 daheim vom Gaspedal. Na gut, zweimal tanken, zweimal essen und einmal im strömenden Regen den Scheibenwischerarm festschrauben, haben uns kurz aufgehalten. Ist natürlich genau auf der Sparautobahn ohne Pannenstreifen kurz nach der Pack gewesen. Konnte mich in dem Moment genau daran erinnern, wann ich das zum letzten Mal gemacht habe: In Südengland, kurz nach Dartmoor. ("An Dreizehner Gabelschlüssel bidde"). Die erste Baustelle wird erst in Österreich gesichtet. Wie machen das die Italiener? Achja Musik: Radio Steiermark ("Bist tu teppert, die greifen tiaf eine") Andy, Andrea & Christian P.S.: Nach langem Warten, gibt's nun hier auch einen Bericht über diese Reise von Eva & Andi. |
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